Abtei und Saaleaue bei Planena

Mit einer Fläche von 381 ha ist das Naturschutzgebiet „Abtei und Saaleaue bei Planena“ das zweitgrößte von Halle. Im Süden gelegen, wird es bei Hochwasser regelmäßig überschwemmt. Es ist durchzogen von kleinen Gewässern wie Steinlache und Gerwische und diente einst zur Gewinnung von Trinkwasser. Noch heute sind die Becken zu sehen, in denen Wasser gespeichert wurde, und nach wie vor ist die Region ein Wasserschutzgebiet. Neben alten Auenwäldern finden sich auch Wiesen, die landwirtschaftlich zur Heugewinnung genutzt werden. Das Gelände ist durchzogen von Schotterwegen und damit gut für Radfahrer und Wanderer erreichbar.

Die ökologisch wertvollen Habitate des Naturschutzgebiets sind Heimat vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Neben kleinen Wäldern finden sich Sträucher wie Holunder und Weißdorn, sowie Wald-Goldstern, Gelbes Windröschen und Brennnessel in der Krautschicht. Auf den Wiesen wachsen unter anderem das seltene Hohe Veilchen, das Kleine Tausendgüldenkraut und die Färberscharte. Abgerundet wird das Bild von Teichgebieten mit Röhrichten und dem seltenen Algenfarn.

Einige Bereiche des Gebietes bleiben völlig sich selbst überlassen und beherbergen somit viel Totholz. Dieses ist wichtig für holzbewohnende Käfer und Schmetterlinge. Unter den anzutreffenden Vögeln finden sich Raritäten wie Eisvogel, Nachtigall, Zwergtaucher und Wendehals.

 

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