Bischofswiese

Die geschichtsträchtige Bischofswiese befindet sich inmitten des Landschaftsschutzgebiets „Dölauer Heide“. Eine Tafel am Naturschutzgebiet informiert darüber, dass die Hallenser das Gebiet schon im 19. Jahrhundert als Ausflugsziel entdeckten. Erst 1961 wurde es unter Naturschutz gestellt. Durch seine mitten im Wald befindliche Lage ist es ausschließlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar, doch auch Reiter sind gelegentlich anzutreffen.

Das Naturschutzgebiet „Bischofswiese“ zeichnet sich durch viele teilweise sehr alte Baumbestände aus. Vor allem Eichen, Hainbuchen, Waldkiefern und Winterlinden sind anzutreffen. In den unteren Schichten sind wahre botanische Schätze versteckt. Dazu zählen der Diptam, die Färber-Scharte, das Weiße Fingerkraut und die Kassuben-Wicke. Sie alle sind gefährdet und stehen unter Schutz. Es ist daher streng verboten, sie zu pflücken.

Aus der Fauna des Naturschutzgebiets sind viele Vögel interessant. Eher zu hören als zu sehen sind Waldohreule und Waldkauz, ebenso verhält es sich mit den verschiedenen Spechtarten. Selten sind außerdem die farbenprächtigen Kernbeißer und Pirole, sowie die eher unscheinbaren Waldlaubsänger und Wendehälse.

Wer die Dölauer Heide besucht, sollte neben der Bischofswiese auch eines der Steinkistengräber ansteuern. Die archäologisch wertvollen Grabstätten aus der Zeit der Schnurkeramikkultur (2800–2200 v. Chr.) sind über das ganze Gebiet verteilt, zwei davon befinden sich im Naturschutzgebiet. Über die Standorte der einzelnen Gräber können Sie sich hier informieren, besonders gut zu erreichen sind die Gräber gegenüber der Gaststätte „Waldkater“ im Südwesten der Heide und am Kolkturm. Auch verfügt die Dölauer Heide über einen Naturlehrpfad, über den man sich auf den Seiten der Stadt Halle informieren kann.

 

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