Brandberge

Über eine wechselvolle Geschichte verfügt das Naturschutzgebiet „Brandberge“ bei Kröllwitz. Direkt an der Dölauer Straße gelegen, ist es heute gut erreichbar. Es besteht aus kargen Porphyrhügeln und steilen Hängen, sowie tiefer gelegenen Feuchtgebieten. Seit 1840 wurden die Brandberge als Übungs- und Schießstätte des Infanterie-Bataillons genutzt, nach dem zweiten Weltkrieg diente es den sowjetischen Besatzungstruppen als Militärübungsplatz, andernorts als Müllhalde oder wurde stellenweise landwirtschaftlich genutzt. Im Jahre 1991 konnte das Gebiet nach sorgfältigen Aufräumarbeiten als Naturschutzgebiet sichergestellt werden.

Die kargen Hänge der Hügel werden heute von vielen selten gewordenen Pflanzen besiedelt. Dazu zählen Kuhschelle, Kartäusernelke und Graslilie. Gefährdet sind die trockenen Standorte von Robinien und Hundsrosen, die sich schnell ausbreiten und daher gerodet werden müssen. Unterstützend werden Schafe eingesetzt, die den Bewuchs knapp halten. In den feuchten Standorten haben sich Flachgewässer gebildet, deren Ränder von Röhrichten, Nasswiesen und Weidengebüschen besiedelt werden.

Die abwechslungsreiche Flora macht das Gebiet zu einem Anziehungspunkt vieler Tierarten. Von den Vögeln seien hier Schwarzkehlchen, Raubwürger und Wasserralle genannt. Reich sind die Brandberge außerdem an Insekten, mehr als 160 Schmetterlingsarten und 111 Käferarten konnten gezählt werden. Ebenfalls selten geworden sind Wasserspinne und Kreuzkröte, die sich in und an den Gewässern wohl fühlen.

 

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