Forstwerder

Mit einer Größe von 11 ha ist das Naturschutzgebiet „Forstwerder“ das kleinste in Halle. Die Insel befindet sich zwischen Kröllwitz und Trotha inmitten der Saale, eingerahmt von der Schleuse Trotha und dem Wehr Halle-Kröllwitz. Erreichbar ist es nur zu Fuß über die schöne Forstwerderbrücke.

Da sich die Insel im Hochwasserbereich der Saale befindet, wird sie regelmäßig ganz oder teilweise überflutet. Ihre Flora zeichnet sich daher vor allem durch Pflanzen aus, die in Auenwäldern anzutreffen sind. Dazu zählen u.a. die Baumarten Eiche, Ahorn, Linde und Esche. Im Frühling blühen seltene Kräuter wie Busch-Windröschen, Wald-Goldstern, Moschuskraut, Scharbockskraut und Lerchensporn. Besonders schön anzusehen ist die ebenfalls sehr selten anzutreffende Wilde Tulpe. Im Norden der Insel befindet sich eine mit Pappeln gesäumte offene Lichtung.

Auch für viele Tierarten ist der Forstwerder ein Rückzugsgebiet. So brüten hier Raubvögel wie Rotmilan und Mäusebussard, aber auch Spechte, Gebirgsstelzen und mehrere Meisenarten. Auch von Fledermäusen wird die Insel wegen ihrer Ruhe und dem reichen Insektenvorkommen geschätzt.

Wer das Naturschutzgebiet besuchen möchte, findet einen Rundweg vor, der jedoch teilweise sehr zugewachsen ist. Es empfiehlt sich daher, festes Schuhwerk und lange Kleidung zu tragen. Im Sommer sollte auch an Mückenspray gedacht werden. Auch wenn die Insel an ihrer Westseite einen attraktiven Sandstrand aufweist und früher offiziell als Flussbad genutzt wurde, ist heute vom Baden dringend abzuraten. Die durch das Wehr schnell fließende Saale kann für Schwimmer lebensgefährlich sein, zudem ist das Baden im Naturschutzgebiet verboten. Angeln ist vom 16.07. bis 31.10. eingeschränkt am Westufer gestattet, Hunde dürfen ausgeführt werden, sofern sie sich an einer kurzen Leine befinden. Mehr über die Verhaltensregeln im Naturschutzgebiet erfahren sie hier.

 

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