Rabeninsel und Saaleaue bei Böllberg

Das Naturschutzgebiet „Rabeninsel und Saaleaue bei Böllberg“ ist gekennzeichnet durch den ältesten Auenwaldbestand Halles. Eingebettet zwischen Saale und Wilder Saale ist das Naturschutzgebiet nur über eine Brücke an den Pulverweiden sowie die südlicher gelegene Rabeninselbrücke erreichbar. Im Norden kann die Halbinsel auch über ein Landstück neben der Pferderennbahn betreten werden. Einige Radwege führen durch und um das Gebiet herum und machen es so für Radfahrer, Jogger und Ausflügler attraktiv. Die gute Erschließung führt allerdings auch zu einer recht hohen Frequentierung der Insel, und nicht wenige Besucher missachten die Verhaltensregeln des Schutzgebietes.

In den regelmäßig überschwemmten Regionen des Naturschutzgebiets fühlen sich Baumarten wie Eiche, Esche und Weide wohl. Einige Eichen weisen bereits ein Alter von bis zu 260 Jahren auf. Auch Linden, Pappeln, Erlen und Birken sind häufig zu finden. In den weniger bewaldeten Zonen breiten sich Brennnesseln, Schilfröhrichte, Stauden- und Schleierfluren aus. Die abwechslungsreiche Flora macht das Gebiet für viele Tiere attraktiv.

Das ganze Jahr hindurch ist das Naturschutzgebiet eine Herberge für viele Vogelarten. Raubvögel, mehrere Spechtarten und auf feuchte Regionen angepasste Vögel wie Kiebitz, Flussregenpfeifer und Eisvogel finden sich hier ein. Im Winter übernachten Scharen von Rabenvögeln wie Saatkrähen und Dohlen in den Bäumen, die der Insel zu ihrem Namen verhalfen. Im Luftraum sind außerdem diverse Fledermausarten unterwegs; der Boden wird von zahlreichen Mäusearten bewohnt. Über einen Teil des Tierbestandes informieren Infotafeln an den Rändern des Schutzgebietes, von denen jedoch eine durch Graffiti  kaum noch lesbar ist.

 

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