Saale-Elster-Aue bei Halle

Das größte Naturschutzgebiet Halles liegt im Süden der Stadt. Die Saale-Elster-Aue bei Halle“ hat eine Größe von 915 ha und erstreckt sich von Kollenbey über Döllnitz bis hinauf nach Ammendorf und entlang der B91 bis zur Saale. Gleichzeitig handelt es sich um das wohl unzugänglichste Schutzgebiet, denn abgesehen von ein paar landwirtschaftlichen Wegen und dem Saale-Radweg im Süden ist es nahezu unberührt. Zusammen mit dem Naturschutzgebiet „Abtei und Saaleaue Planena“ ist es ein wichtiger Bestandteil des Landschaftsschutzgebiets „Saaletal“. Quer durch den Nordzipfel der Aue führt die nicht unumstrittene neue ICE-Trasse.

Fast alle Flächen des Naturschutzgebiets sind durch Hochwasser beeinflusst. Auenwälder finden sich nur noch als kleine Reste, den Hauptteil des Areals bilden Schilfröhrichte, Auenwiesen, Hochstaudenflure und Flachlandmähwiesen. Auf letztgenannten wachsen seltene Pflanzen wie die Färber-Scharte, der Große Wiesenknopf, die Sibirische Schwertlilie und der Kanten-Lauch.

Eine Vielzahl von Vögeln weiß die Abgeschiedenheit und Naturbelassenheit des Gebietes zu schätzen. Im Offenland sind Storch, Wachtelkönig, Bekassine und Kiebitz zu finden, die Feuchtgebiete bewohnen die Große Rohrdommel, die Rohrammer, der Rohrsänger und diverse Rallenarten. Auch der Eisvogel hält sich an den Fließgewässern auf. Für viele Möwen, Enten, Taucher und Schwarzstörche ist das Gebiet ein willkommener Rast- und Schlafplatz. Im Collenbeyer Holz befindet sich sogar die größte Graureiher-Kolonie Sachsen-Anhalts. Des Weiteren beherbergt das Naturschutzgebiet zwischen Döllnitz und Burgliebenau eine sog. „Horstschutzzone“. Der genaue Standort dieser Zone ist zu deren Schutz nur den betroffenen Bewirtschaftern bekannt, sie darf zwischen Januar und Juli außerdem von niemandem betreten werden.

 

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